Menschen, die ein Ziel erreichen wollen oder ein Problem zu lösen
haben, können dazu die Hilfe eines professionellen Coaches in Anspruch
nehmen. Auf diese Weise haben sie eine Person,
die die richtigen Fragen stellt, um z.B. die eigenen Ziele zu überprüfen
oder den Gedankenhorizont zu erweitern, wenn man mal feststeckt,
die dafür sorgt, dass man seine Ziele nicht zu hoch steckt, bzw. sie
in handliche kleine Portionen aufteilt und
die einem hilft, dass man auf dem Weg nicht stecken bleibt, sondern
sein Ziel wirklich umsetzt.
Nun kann oder will sich nicht jeder einen solchen persönlichen
Trainer oder Coach leisten. Für diesen
Fall gibt es die Möglichkeit, sich selbst zu coachen.
In diesem Artikel möchten wir Ihnen eine kleine "Schritt-für-Schritt-Anleitung"
bieten, wie Sie ganz praktisch beim Selbstcoaching vorgehen können.
Ganz zuerst überlegen Sie sich bitte, was Sie mit Ihrem Selbstcoaching
überhaupt erreichen wollen. Also: was genau ist Ihr Ziel ?
Wollen Sie z.B.:
aufhören zu rauchen,
sich selbst mehr annehmen,
abnehmen,
regelmäßig Sport treiben,
Ihr Selbstvertrauen verbessern,
beruflich weiterkommen,
sich selbst besser organisieren
oder was genau ist es für Sie ?
Geht es Ihnen darum in bestimmten Situationen,
Ihre Gefühle zu ändern,
sich anders zu verhalten
oder wollen Sie eine andere Einstellung zu bestimmten Dingen gewinnen?
Nehmen Sie sich am besten ein leeres DIN-A4-Blatt und schreiben oben
auf das Blatt groß "Mein Selbstcoaching" drauf.
Mein Selbstcoaching
Dann überlegen Sie sich, was Sie erreichen wollen und schreiben dann
oben auf das Blatt:
Mein Coachingziel:Ich will ...
Lassen Sie sich ruhig Zeit, wenn Sie sich noch nicht 100%-ig darüber
im klaren sind, was genau Ihr Coachingziel ist. Manchmal haben wir am
Anfang nur eine verschwommene Vorstellung. Ziel des ersten Schritts ist
es, diese Vorstellung zu konkretisieren und ein möglichst genaues, erreichbares
Ziel festzulegen. Und dafür gibt es Hilfsmittel, wie z.B. die Zielmatrix.
Nutzen Sie die Zielmatrix
Stellen Sie einmal eine Zielmatrix auf, um sich über Ihr Ziel klarer
zu werden. Dafür erstellen Sie sich folgende Tabelle:
Was will ich ?
Genauer ?
Bereich ?
Bis wann ?
Beantworten Sie nun in den einzelnen Spalten die folgenden Fragen:
Was will ich ?
Was will ich erreichen, verändern, tun, können oder fühlen?
Genauer ?
Welches ganz konkrete Verhalten, welches Gefühl, welche
Einstellung, welches Ereignis würde zeigen, dass ich mein Coachingziel
erreicht habe?
Bereich ?
In welchen Lebensbereichen oder Situationen will ich
mein Coachingziel erreichen?
Bis wann ?
Bis wann will ich mein Coachingziel erreicht haben?
Hier ein Beispiel:
Was will ich ?
Genauer ?
Bereich ?
Bis wann ?
Ich will mich besser organisieren
Ich weiß jederzeit, was ich zu tun habe.
Ich vergesse keine Aufgaben oder Termine mehr.
Bei der Arbeit
31. Januar
Ich habe meine Aufschieberitis im Griff.
Ich erledige unangenehme Aufgaben sofort bzw. möglichst schnell.
Ich habe die die Einstellung: "Alle Aufgaben schnell vom Tisch"
kultiviert.
Vor allem bei unangenehmen Aufgaben
Wenn ich vor der Entscheidung stehe, eine Aufgabe jetzt oder später
zu erledigen
31. Februar
[...]
[...]
[...]
[...]
Versuchen Sie nun selbst einmal, Ihr Ziel mit einer solchen Matrix zu
erarbeiten.
Nicht zu viel auf einmal
Achten Sie an dieser Stelle bitte darauf, dass Sie sich nicht zu viel
auf einmal vornehmen. Mit zu großen Erwartungen und Ansprüchen zu starten,
ist der meist nur ein guter Weg, es nicht zu schaffen. Starten Sie lieber
mit einem kleinen Ziel und lassen Sie es später größer werden.
Und nicht vergessen: Schreiben Sie Ihr Coachingziel auf Ihren Coachingzettel.
Das gilt generell für alles, was Ihr Coachingprojekt betrifft. Das Aufschreiben
ist ganz wichtig, denn so können Sie noch fokussierter nachdenken, Sie
vergessen nichts und Ihr Vorhaben wird verbindlicher, weil Sie alles schwarz
auf weiß haben.
Kommen wir nun zum zweiten Schritt im Selbstcoaching.
Schritt 2:
Überprüfen Sie Ihr Ziel noch einmal
Wenn Sie ein Coachingziel für sich gefunden haben, dann macht es Sinn,
noch einmal einen genaueren Blick darauf zu werfen.
Check 1: Setzen Sie überhaupt am richtigen Punkt an?
Oft neigen wir nämlich dazu, ein Coachingziel festzulegen, das eigentlich
nur Symptombekämpfung ist und uns gar nicht wirklich dahin führt, wo
wir eigentlich hinwollen. Das hat u.a. damit zu tun, dass wir meist
dazu neigen, die erstbeste und vielleicht auch die bequemste Problemlösung
zu wählen, die uns in den Sinn kommt, obwohl dies nicht immer auch die
tatsächlich beste Lösung ist.
Wenn Sie z.B. von Ihrem Chef einfach zu viel Arbeit auf den Tisch bekommen,
dann nutzt Ihnen das Coachingziel "Sich besser organisieren" nur bedingt.
Zu viel Arbeit ist zu viel Arbeit, egal, wie gut man organisiert ist.
Natürlich können Sie mit einer besseren Selbstorganisation auch mehr
Arbeit in kürzerer Zeit erledigen, aber ein Zuviel bleibt ein Zuviel.
Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, bei einem Problem genau nach
den Ursachen zu suchen. In diesem Fall wäre vielleicht ein besseres
Coachingziel, wenn Sie mittel- bis kurzfristig Ihre Arbeitslast verringern
würden.
Hilfreiche Fragen:
Um Ihr Coachingziel noch einmal genauer zu untersuchen, können Sie
sich an dieser Stelle fragen:
Was will ich durch mein Coachingziel eigentlich erreichen?
Worum geht es eigentlich?
Und erreiche ich das auch wirklich durch mein Coachingziel?
Wie ist es also bei Ihrem Ziel? Ist das nur Symptombekämpferei oder
erreichen Sie damit wirklich das, was Sie erreichen wollen?
Check 2: Was ist der Preis Ihres Coachingziels?
Viele Ziele scheitern daran, dass wir im Vorfeld die damit verbundenen
Nachteile (das, was es uns kostet, das Ziel zu erreichen), nicht mit
in unsere Überlegungen einbezogen haben. Erst bei der Umsetzung stellen
wir dann fest, dass der Preis zu hoch ist.
Deshalb ist es sinnvoll, Ihr Ziel noch einmal mit folgenden Fragen
zu durchdenken:
Was sind die Vor- und die Nachteile meines Coachingziels?
Und wiegen die Vorteile wirklich schwerer als die Nachteile, wenn
ich es erreicht habe?
Beispiel:
Nehmen wir wieder unser Beispiel aus dem Schritt 1.
Coachingziel: Ich will mich selbst besser organisieren, eine
tägliche Aufgabenliste führen und keine Aufgaben mehr aufschieben.
Vorteile, wenn ich mein Ziel erreiche
Mögliche Nachteile, wenn ich mein Ziel erreichen
will
Ich erreiche mehr in weniger Zeit.
Es ist anstrengend, jeden Tag an die Aufgabenliste zu denken,
besonders nachdem die erste Begeisterung nachgelassen hat.
Ich bin verlässlicher.
Es kostet Kraft und Überwindung, auch bei Unlust unangenehme Aufgaben
zu erledigen.
Ich bin gelassener.
Ich bekomme mehr Arbeit aufgebürdet, weil ich effektiver arbeite.
[...]
[...]
An dieser Stelle werfen Sie einmal einen ehrlichen Blick auf Ihr Ziel
und fragen sich, was es Sie an Kraft, Zeit, Geld und Überwindung kosten
wird und was es vielleicht noch für Nachteile hat. Wenn wir uns von
Anfang an auch die möglichen Kosten eines Ziels bewusst machen, können
wir uns besser darauf vorbereiten - oder auch entscheiden, dass der
Preis zu hoch ist und uns von dem Ziel verabschieden.
Zusammengefasst:
Im zweiten Schritt geht es also darum, Ihr Coachingziel noch einmal
zu überarbeiten und zu verändern, so dass
Sie mit dem Ziel zum einen das "wirkliche Problem" adressieren und
zum anderen die Kosten des Ziels nicht zu hoch sind oder
Sie sich auf die Kosten des Ziels vorbereiten können.
Im dritten Schritt lernen Sie nun eine Möglichkeit kennen, wie Sie
es sich selbst einfacher machen können, Ihr Ziel zu erreichen.
Schritt 3:
Erstellen Sie einen Coachingplan:
Was Sie jetzt noch brauchen, ist ein guter Plan, mit dem Sie festlegen,
wie genau Sie Ihr Coachingziel erreichen und
in welchen Zwischenschritten Sie das tun wollen.
Wie erreiche ich mein Coachingziel ?
In den meisten Fällen wissen wir selbst schon ziemlich gut, wie wir
ein Coachinziel erreichen können. Wenn Sie sich allerdings noch nicht
sicher sind, dann stellen Sie sich doch einfach einmal die folgende
Frage:
"Was fehlt mir noch, um mein Coachingziel zu erreichen?"
oder
"Was verhindert, dass ich mein Coachingziel bereits morgen erreicht
habe?"
Ausgehend von den Antworten auf diese beiden Fragen können Sie sich
auf die Suche nach konkreten Schritten machen, mit denen Sie Ihr Coachingziel
erreichen können.
Wenn Sie sich z.B. fragen: "Was fehlt mir, um morgen schon gut organisiert
zu sein?" fallen Ihnen vielleicht die folgenden Antworten ein:
Ein aufgeräumter Schreibtisch (Mein Schreibtisch ist total zugemüllt)
Überblick über meine Aufgaben (im Augenblick ist alles Chaos).
Klarheit (Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll).
Prioritäten (Ich halte mich ständig mit unwichtigem Kleinkram auf)
[...]
Aus diesen Punkten können Sie jetzt einen Aktionsplan festlegen, mit
dem Sie planen, was genau Sie zu Ihrem Coachingziel führt.
Aktionsplan:
Ich räume meinen Schreibtisch auf und er bleibt aufgeräumt.
Ich schreibe jeden Tag meine Aufgaben auf und notiere neue Aufgaben
sofort.
Ich teile meine Aufgaben in wichtig und unwichtig ein.
Ich erledige die wichtigen Dinge immer zuerst.
Ihr Aktionsplan gehört natürlich auch auf Ihren Selbstcoaching-Zettel.
Es gibt auch Fälle, bei denen die Schritte zu Ihrem Coachingziel nicht
ganz so offensichtlich sind. In diesem Fall macht es Sinn, wenn Sie
sich entsprechende Literatur besorgen oder andere Leute fragen, ob diese
Rat wissen.
Ein schrittweiser Stufenplan:
Es ist zwar ein verständlicher Wunsch, aber es macht in der Regel wenig
Sinn, wenn Sie nun von sich selbst erwarten, dass Sie Ihr Coachingziel
schon morgen erreicht haben. Leider tun wir das aber unbewusst oft ganz
automatisch. Auf diese Weise ist natürlich Frust vorprogrammiert. Um
sich nicht auf diese Weise zu überfordern, stufen Sie jetzt noch Ihr
Ziel ab und legen Zwischenschritte fest, die Sie nacheinander anstreben.
Hilfreiche Fragen dazu sind:
Wie sieht es z.B. aus, wenn Sie Ihr Ziel zu 10% erreicht haben?
Wie, wenn Sie es zu 25% erreichen?
Wenn Sie Ihr Ziel zu 50% erreicht haben?
Und zu 75%?
Und wie ist es, wenn Sie Ihr Ziel 100%-ig erreicht haben?
Genau das sind die Zwischenschritte, die Sie jetzt schriftlich festlegen.
Nehmen wir dazu wieder das Beispiel aus den vorangehenden Schritten.
Coachingziel: Ich will mich selbst besser organisieren,
eine tägliche Aufgabenliste führen und keine Aufgaben mehr aufschieben.
in %
Zwischenziele
10%
Ich schreibe einmal pro Woche eine Liste mit all meinen Aufgaben.
25%
Ich schreibe einmal pro Woche eine Liste mit all meinen Aufgaben
und ergänze diese Liste alle 2 Tage um neue Aufgaben.
Ich kennzeichne wichtige Aufgaben auf meiner Liste.
50%
Ich schreibe einmal pro Woche eine Liste mit all meinen Aufgaben
und ergänze diese täglich um neue Aufgaben.
Ich kennzeichne wichtige Aufgaben auf meiner Liste.
Ich erledige 1 X pro Woche eine der wichtigen Aufgabe als allererstes
am Tag.
75%
[...]
100%
[...]
Ihren Stufenplan übertragen Sie am besten auch auf Ihren Selbstcoaching-Zettel.
Wenn dieser langsam voll wird, benutzen Sie ruhig auch die Rückseite.
Ziel dieses Zettels ist, dass Sie alles zu Ihrem Coachingziel an einer
Stelle gesammelt im Überblick haben.
Diese Vorgehensweise mit dem Stufenplan ist beim Selbstcoaching ganz
wichtig, denn ohne professionelle Anleitung neigen viele Menschen dazu,
sich zu überschätzen. Nehmen Sie sich immer kleine
Schritte vor. Machen Sie eines nach dem anderen. Verlangen Sie
von sich selbst nicht, dass alles gleich perfekt läuft. Freuen Sie sich
über kleine Fortschritte. Und akzeptieren Sie, dass es Rückschläge geben
wird. Wenn Sie in Ihrem Plan bereits bei 50% sind und dann klappt es
nicht mehr, dann gehen Sie einfach zu 25% zurück und machen dort weiter.
Das wichtigste ist, dass Sie dranbleiben und genau darum geht es im
nächsten Schritt.
Schritt 4:
Planen Sie Ihre Durchhaltestrategie.
Am Anfang eines neuen Vorhabens sind wir fast immer "Feuer und Flamme"
und wir glauben fest daran, dass diese Begeisterung für den Rest unseres
Coachingprojekts anhalten wird. Die Wirklichkeit sieht leider oft etwas
anders aus: Sobald die erste Begeisterung nachlässt, vergessen wir oft
auch unser Coachingprojekt schnell. Das Dumme ist nur, dass sich ja
der Grund für unser Vorhaben meistens nicht erledigt hat, weswegen wir
unser Selbstcoachingprojekt in Angriff genommen haben...
Was uns hier hilft, ist bereits im Vorfeld eine Durchhaltestrategie
zu planen und uns zu überlegen, wie wir trotz Unlust, Bequemlichkeit,
Rückschlägen und fehlender Selbstdisziplin weiter an unserem Selbstcoaching
dranbleiben und es erfolgreich zum Abschluss bringen können.
Bestandteile Ihrer Durchhaltestrategie können sein:
Erinnern Sie sich immer wieder selbst an das, was Sie tun und lassen
wollen.
Lenken Sie den Fokus immer wieder auf die Wichtigkeit Ihres Coachingziels
Schaffen Sie sich eine Umgebung, die das Erreichen Ihres Coachingziels
begünstigt
Erinnern Sie sich immer wieder selbst an das, was
Sie tun und lassen wollen.
Oft vergessen wir ganz einfach, was wir uns vorgenommen haben. Wenn
sich etwas anderes in den Vordergrund drängt, dann beschäftigen wir
uns erst einmal damit. So gerät unser Coachingziel schnell aus unseren
Augen. Uns selbst immer wieder an unser Ziel zu erinnern, ist ein ganz
wesentlicher Erfolgsfaktor für die tatsächliche Umsetzung.
Was wir also brauchen, sind Möglichkeiten, uns selbst daran zu erinnern,
was wir uns vorgenommen haben. Drei Möglichkeiten dazu sind:
Kleine Haftzettel,
ein Wecker oder eine Zeitschaltuhr
und andere Menschen.
Kleine Haftzettel.
Sie kennen bestimmt diese kleinen gelben Haftzettel (z.B. PostIt-Notes).
Diese eignen sich sehr gut dazu, sich selbst an das eigene Coachingziel
zu erinnern. Nehmen Sie sich einfach 5-10 dieser Haftzettel und schreiben
Ihr Coachingziel darauf. Dann verteilen Sie diese Haftzettel an Orten
in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro, wo Sie oft darüber stolpern. So erinnern
Sie sich selbst an Ihr Coachingziel.
Extra-Tipp: Verändern Sie ruhig öfters mal die Orte, wo Sie
Ihre Haftzettel ankleben, denn wir neigen dazu Dinge zu übersehen, an
die wir uns gewöhnt haben und bei den Haftzetteln ist es genauso, wenn
diese immer an der gleichen Stelle kleben.
Ein Wecker oder eine Zeitschaltuhr.
Auch eine gute Möglichkeit, sich selbst an das eigene Coachingziel
zu erinnern, ist ein Wecker oder eine Eieruhr. Stellen Sie sich Ihren
Wecker auf die Zeit, wo Sie an Ihrem Coachingziel arbeiten wollen, dann
können Sie es nicht vergessen.
Auch eine Zeitschaltuhr kann Ihnen bei der Umsetzung Ihres Coachingziels
helfen. Wenn Sie sich z.B. daran erinnern wollen, alle 30 Minuten von
Ihrem Bürostuhl aufzustehen, ein paar Schritte zu laufen und sich zu
strecken, dann stellen Sie sich die Zeitschaltuhr auf 30 Minuten und
lassen sich so erinnern.
Lassen Sie sich erinnern.
Auch Freunde, Bekannte, Familienmitglieder oder Kollegen können Sie
bitten, Sie regelmäßig an Ihre Coachingziele zu erinnern. Das hat sogar
noch den Nebeneffekt, dass Ihr Coachingziel noch eine größere Verbindlichkeit
bekommt, wenn Sie anderen davon erzählen und diese mit einbeziehen.
Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten, wie Sie sich selbst an
Ihr Coachingziel erinnern können. Welche Möglichkeiten fallen Ihnen
ein?
Lenken Sie den Fokus immer wieder auf die Wichtigkeit
Ihres Coachingziels.
Wenn wir eine Weile an unserem Coachingziel gearbeitet haben und die
ein oder die andere Schwierigkeit aufgetaucht ist, dann verschiebt sich
oft unser Blick auf unser Ziel. Die Schwierigkeiten drängen sich in
den Vordergrund und erscheinen deshalb plötzlich gewichtiger, als die
Gründe, wegen derer wir unser Vorhaben begonnen haben.
Deswegen ist es sehr wichtig, sich immer wieder die ursprünglichen
Gründe für das Coachingziel klarzumachen - und das am besten sogar täglich,
damit die emotionale Verbindung zu Ihrem Ziel nicht abreißt und im Alltag
untergeht.
Fragen Sie sich doch einmal:
Was wird es für positive Konsequenzen in meinem Leben haben, wenn
ich mein Coachingziel erreiche? Wie wird das mein Leben positiv verändern?
Was wird dann möglich sein?
Welche negativen Konsequenzen wird es in meinem Leben haben, wenn
ich mein Coachingziel nicht erreiche? Welche Möglichkeiten sind dann
versperrt? Wie schränkt das mein Leben ein?
Und wenn Sie die Antworten auf diese Fragen gefunden haben, dann schreiben
Sie diese bitte auch auf Ihr Coaching-Blatt. Dann haben Sie alles auf
einen Blick, nämlich
was Sie erreichen wollen (Schritt 1),
wie Sie es erreichen wollen (Schritt 3)
mit welchen Zwischenschritten Sie es erreichen wollen (Schritt 3)
und
warum Sie es erreichen wollen und wie
Sie das auch durchhalten (Schritt 4).
Schaffen Sie sich eine Umgebung, die das Erreichen
Ihres Coachingziels begünstigt.
Unsere Umgebung beeinflusst, wie einfach es uns fällt, an unserem Coachingziel
dranzubleiben. Wenn Sie abnehmen wollen, und Ihr Kühlschrank ist nur
mit kalorienarmen Lebensmitteln gefüllt, dann hilft Ihnen das dabei,
standhaft zu bleiben (während Ihnen ein gut gefüllter Kühlschrank mit
Kalorienbomben die Sache schwerer macht). Und wenn jeden Morgen die
Sporttruppe um 8:00 Uhr bei Ihnen klingelt, um Sie zum Walken abzuholen,
dann stellt sich die Frage gar nicht, ob Sie heute Sport treiben oder
nicht.
Oft können wir unsere Umgebung so organisieren, dass sie unser Coachingziel
begünstigt und wir können sie aber genauso so organisieren, dass sie
unser Coachingziel behindert.
Ihre Aufgabe ist jetzt, schon im Vorfeld Ihre Umgebung so zu gestalten,
dass Sie es möglichst einfach haben, an Ihrem Coachingziel dran zu bleiben.
Das geht natürlich nicht immer, aber erstaunlich oft.
Dazu wieder einige Fragen für Sie:
Wie können Sie es sich selbst einfacher machen?
Was begünstigt Ihr Coachingziel?
Was behindert es?
Wie können Sie Ihre Umgebung zugunsten der begünstigenden Einflüsse
verändern?
Und dann müssen Sie natürlich die Erkenntnisse aus diesen Fragen noch
in Ihr Leben einbauen.
Schritt 5:
Fangen Sie an und bleiben Sie
dran.
Bisher war alles nur Planung, aber jetzt geht es wirklich los. Fangen
Sie an, Ihren Coachingplan in die Tat umzusetzen.
Nehmen Sie sich Ihren Coachingplan vor und schauen Sie, was der erste
Schritt ist, den Sie unter 10% eingetragen haben. Fangen Sie mit diesem
Schritt jetzt gleich an. Schmieden Sie das Eisen, solange es noch heiß
ist. Der beste Zeitpunkt etwas zu beginnen, ist immer jetzt.
Also los :-)
Eines dabei ist wirklich wichtig: Fangen Sie auch wirklich nur mit
den 10% an. Beginnen Sie klein und steigern Sie sich. Und bleiben Sie
vor allem dran. Anfangen allein hilft nichts. Das ist zwar auch wichtig,
aber noch wichtiger ist, dass Sie durchhalten und sich schrittweise
von den 10% bis zu den 80% oder sogar bis zu den 100% bewegen. Gehen
Sie kleine, aber stetige Schritte in Richtung auf Ihren nächsten Schritt
in Ihrem Coachingplan. Markieren Sie dort auch, auf welcher Stufe Sie
sich gerade befinden. So können Sie Ihre Erfolge messen.
Kalkulieren Sie auch Rückschläge mit ein. Das ist ganz normal. Das
gehört einfach dazu. Wichtig ist nur, dass Sie bei einem Rückschlag
nicht aufgeben, sondern einfach weitermachen.
Behalten Sie bitte immer im Hinterkopf, dass erreichte 50% besser sind,
als 0%. Schauen Sie immer auf das, was Sie bereits geschafft und nicht
auf das, was Sie noch nicht geschafft haben.
Noch ein Hinweis: Wenn Sie im Schritt 5 merken, dass Sie Schwierigkeiten
haben anzufangen, dann ist wahrscheinlich Ihr Coachingziel zu hoch gesteckt.
Dann kann es Sinn machen, Ihr Coachingziel zu überarbeiten oder die
ersten 10% Ihres Coachingplans noch bescheidener festzulegen.
Zusammenfassung:
Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Schritte.
Legen Sie Ihr Coachingziel fest,
überprüfen Sie Ihr Coachingziel,
legen Sie die Schritte fest, die auf Ihr Coachingziel führen,
planen Sie in Stufen, wie Sie Ihr Coachingziel erreichen wollen,
planen Sie, wie Sie durchhalten können und
legen Sie los.
Das sind 5 einfache Schritte, mit den Sie sich selbst coachen können.
Viel Erfolg mit Ihrem Projekt.