Was wäre, wenn Sie zu jedem Menschen, den Sie treffen, eine Basis aufbauten,
auf der sich die Betreffenden glücklich schätzen würden, dass Sie sich
entschlossen haben, ihnen Ihr MLM Geschäft vorzustellen? Auf der sie
vor Freude ganz außer sich wären, wenn sie als Team Mitglieder erkoren
und für gut befunden wurden? Würde das Sponsern damit dann Spaß machen,
begeistern und einfach sein?
Wenn Banken es können, warum bringen Sie es dann nicht fertig? Denken
Sie einmal darüber nach. Banken machen Geld, indem sie Geld ausleihen,
stimmt’s? Dennoch, wie fühlen wir uns denn, wenn wir als „kreditwürdig
befunden“ werden? Wir sind außer uns vor Freude und ganz glücklich darüber,
ist es nicht so? Aber ist das denn nicht eine verrückte Situation? Das
ist genauso wie in einen Supermarkt zu gehen und dem Manager die Füße
küssen, weil er Sie einen Laib Brot kaufen LÄSST!
Ihren Interessenten dazu zu bewegen, das haben zu wollen, was Sie haben,
bevor Sie es ihnen anbieten, ist das ganze Geheimnis, um besagte Situation
auf Ihr Network Marketing Geschäft umzumünzen. Im weitesten Sinne gibt
es lediglich zwei motivierende Gründe, warum jemand sich Ihrem Network
anschließen will. Die Betreffenden steigen entweder ein, um mehr vom
Leben zu haben oder um Ängsten und Sorgen aus dem Weg zu gehen.
Folgendes ist eine kaum bekannte Tatsache: Es werden mehr Menschen aus
dem Wunsch heraus, den Ängsten und Sorgen ein Ende zu bereiten, in Ihr
Network einsteigen, als es JEMALS sein werden, die aufgrund der sie
erwartenden Vorteile einsteigen. Und dennoch, was machen die meisten
MLMler?
Sie wischen den effizientesten Überzeugungsfaktor, den sie haben, beiseite
und überschütten ihre Interessenten mit Gründen, warum ihr Angebot das
großartigste ist und warum sie „jetzt und auf der Stelle einsteigen
müssen!“
Sie können Ihre Sponserleistungen ohne weiteres verdreifachen, wenn
Sie all die Ängste und Sorgen aufzeigen, mit denen Ihr Interessent momentan
konfrontiert ist und die nicht länger existent sein werden, sollten
die Betreffenden dazu auserkoren sein, sich Ihrem Team anzuschließen.
Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch, ich will damit NICHT zum
Ausdruck bringen, dass Sie die Vorteile Ihres Geschäfts nicht präsentieren
sollten, Ihre Sponser Resultate werden jedoch drastisch nach oben schnellen,
wenn Sie Zuckerbrot UND Peitsche einsetzen!
Ihr Job ist es also (und er macht richtig Spaß, wenn Sie sich erst
einmal damit auskennen) herum zu gehen, den Leuten Kopfschmerzen zu
bereiten und ihre Schmerzen dann zu heilen. Weiß ein Interessent erst
einmal (oder gesteht es sich ein), was ihr/ihm fehlt und (noch wichtiger)
dass es da tatsächlich eine bessere Möglichkeit gibt – etwas, das den
Betreffenden mehr bietet – dann wollen sie, dass man ihnen einen Weg
aufzeigt, um sofort ans Ziel ihrer Wünsche zu gelangen!!! Sie bemühen
sich verzweifelt darum, jemanden zu finden, der ihnen den Weg und die
Richtung aufzeigt, um besagte Situation zu ändern. Sie wollen unverzüglich
jemanden, der sie betreut ... einen Experten, der ihnen zeigt, wo’s
lang geht ... einen fachmännischen Berater, der ihnen Anleitung gibt
... einen getreuen und zuverlässigen Menschen, der ihnen mit Rat und
Tat zur Seite steht. Und dieser Jemand, das sind Sie.
Hier haben Sie nun den Haken an der Geschichte (Sie wussten, dass es
da einen Haken geben musste, stimmt’s?) Manchmal sind die Ängste und
Sorgen Ihres Interessenten verborgen. Die Betreffenden leben bereits
so lange damit, dass sie schon zu abgestumpft sind, um noch irgendwelche
Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Der Kniff ist in diesem Fall der, sie taktvoll
ein wenig aufzurütteln. „Wie?“ fragen Sie.
Fragen sind die Antworten ...
Am besten gelingt Ihnen das anhand von Fragen. Fragen geben Ihnen die
Möglichkeit, zu den innersten Gedanken Ihres Interessenten vorzudringen.
Stellen Sie genauso Fragen, wie es ein Arzt tut, dann erzählt Ihnen
der Interessent, wo es wehtut und fängt damit an, den Schmerz wieder
zu empfinden und zu erleben. Fragen sind derartig wirkungsvoll. Durch
sie können Sie das Gespräch auf den Pfad führen und dirigieren, den
Sie einschlagen wollen ... sie bauen Vertrauen und eine Sympathiebasis
auf ... sie geben den Menschen das Gefühl, ernst genommen zu werden.
Denken Sie einmal darüber nach: Mit wem hätten Sie es lieber zu tun
– mit dem Menschen, der gescheit über viele verschiedene Themen spricht,
während Sie zuhören, oder mit dem Menschen, der Ihnen einige kluge Fragen
stellt und dem, was Sie zu sagen haben, mit echtem Interesse zuhört
?
ERZÄHLEN Sie den Leuten ganz simpel, wie es dazu kommt, dass Sie dieses
hervorragende Geschäftsangebot machen, denn können sie (und werden es
auch meist) so ihre Zweifel an Ihnen haben. Stellen Sie jedoch Fragen
und bewegen Ihren Interessenten dazu, IHNEN genau das Gleiche zu ERZÄHLEN,
dann GLAUBEN und AKZEPTIEREN sie das Ganze als Tatsache! Und da es jetzt
ihre Idee ist, werden sie Himmel und Erde in Bewegung setzen, um sie
zu realisieren.
Der Lernprozess, sich daran zu gewöhnen, Fragen zu stellen statt sich
mit Aussagen in puncto Ihres MLM Geschäfts zu behaupten, kann ein wenig
dauern. Zuerst haben Sie vielleicht das Gefühl, als lernten Sie eine
Fremdsprache, was Sie in gewisser Weise ja auch tun. Sie müssen in Form
von Fragen denken. Jedes Mal, wenn Sie versucht sind, Ihrem Interessenten
etwas zu erzählen, dann lassen Sie sich das Ganze von nun an nochmals
durch den Kopf gehen und machen daraus eine Frage. Es gibt keine Aussage,
die Sie zu MLM machen können, die nicht umformuliert und als Frage zum
Ausdruck gebracht werden kann.
Wollen Sie effizient im Sponsern werden, dann investieren Sie so oft
Sie können einen ganzen Tag für den Versuch, nicht eine Aussage zu machen
... stellen Sie einfach nur Fragen und seien Sie ganz Ohr bei den Antworten.
Stellen Sie sich dieser Herausforderung, dann ziehen Sie die Menschen
an – genauso wie das Licht die Motten. Menschen, die Sie gerade erst
kennen gelernt haben, werden Ihnen erklären, dass sie das Gefühl haben,
Sie schon ihr Leben lang zu kennen. Menschen tauen Ihnen gegenüber auf.
Und wenn sie sich Ihnen gegenüber öffnen, dann vertrauen sie Ihnen.
Und haben sie Vertrauen, dann werden sie Ihnen erzählen, wo sie besagte
Schmerzen, besagten Kummer spüren und wie er sich zeigt. Spüren sie
die Schmerzen, den Kummer, dann wollen sie, dass endlich Schluss damit
ist ... was dann wiederum genau der Einstieg ist, nach dem Sie gesucht
haben!
Gewinnen Sie jemanden als Interessenten (sei es nun online über eine
Website, per e-Mail, Telefon, persönlich etc.), dann bereiten Sie den
Betreffenden Kopfschmerzen. Sie wecken in ihnen den ernsthaften Wunsch,
sich Ihrer Organisation anzuschließen und das Ganze zu ihrer eigenen
Idee werden zu lassen. Jeden Tag ihres Lebens machen sie in irgendeiner
Form Schmerzen, Kummer oder Frustrationen durch, die Ihr MLM Angebot
eliminieren wird. Finden Sie’s heraus. Stellen Sie Fragen, um dahinter
zu kommen. Gehen Sie nicht davon aus, bereits zu wissen, worum es sich
handelt. Lassen Sie es sich von ihnen erklären. Mit ihrer Reaktion erleben
sie besagte Schmerzen, Frustrationen und wollen sie natürlich loswerden.
Daraufhin lassen Sie Ihre Gesprächspartner ganz beiläufig wissen, dass
Sie (wenn sie Glück haben) möglicherweise in der Lage sind, dem Ganzen
ein Ende zu machen. Jetzt WOLLEN die Betreffenden von Ihrem Angebot
Gebrauch machen ... und damit ist die Idee von ihnen selbst ausgegangen!
Sie tun ihnen also jetzt den Gefallen, und sie sind Ihnen dafür dankbar.
Dieser ganze Prozess kann sehr schnell ablaufen, und das Ganze ist
einfacher als es klingt. Als erstes stellen Sie offene Fragen, die Ihren
Interessenten dazu auffordern, sich zu erklären. Hier haben Sie ein
Beispiel dafür:
„Könnten Sie irgendeinen Aspekt Ihrer finanziellen Situation verändern,
was würden Sie dann ändern?“
Denken Sie einmal über die Idee nach, die hinter dieser Frage steht
und Ihnen wird bewusst, dass sie – abhängig davon, wen Sie als Interessenten
gewinnen wollen – auf jede beliebige Art adaptiert werden kann.
Involvieren Sie sich wirklich und nehmen echten Anteil an den Frustrationen
Ihres Interessenten, dann werden Ihnen endlos viele weitere Fragen einfallen,
um hier nachzufassen. Zum Beispiel:
„John, könnten Sie irgendeinen Aspekt in Hinblick auf Ihre berufliche
Situation verändern, was würden Sie dann ändern? Investieren Sie zu
viel Zeit? Ist ein sicherer Arbeitsplatz für Sie ein Punkt, um den Sie
sich Gedanken machen? Sind Sie zu viel unterwegs? Käme es Ihnen gelegen,
mehr Geld zu verdienen? Ist hier der Grund zu sehen, warum Ihre Geduld
nachlässt? Wie wirkt sich das Ganze auf Ihre Beziehung zu Ihrer Frau
aus? Haben Sie genug Geld auf dem Konto, um Amy aufs College zu schicken,
oder muss sie damit noch ein paar Jahre warten?“
Lesen Sie hier eine weitere WIRKLICH gute Frage, um nachzufassen:
„Würden Sie nicht 80 Stunden pro Woche arbeiten und einige sinnvolle
Zeit mit Ihrem Sohn verbringen, glauben Sie, dass Sie ihn dann hätten
daran hindern können, sich an Drogen zu hängen, Autos zu stehlen und
jede Woche in Bandenkämpfe verwickelt zu sein?“ (WAR NUR EIN SCHERZ!)
Hat es sich hier auch nur um einen Scherz gehandelt, sind die Folgerungen
daraus doch sehr realistisch. Diese Art von Ängsten, Nöten und Sorgen
haben eine extrem überzeugende und motivierende Wirkung. Achten Sie
also darauf, die wichtigste Frage in keinem Bereich der Unzufriedenheit
und Sorge auszulassen: „In welcher Form sind Sie davon in Mitleidenschaft
gezogen?“ Das wird für Ihren Interessenten der Auslöser sein, über das
Problem (oder das potentielle Problem) nachzudenken und sich der damit
verbundenen Konsequenzen bewusst zu werden.
Können Ihre Gesprächspartner Ihnen die Konsequenzen erst einmal benennen,
dann haben Sie ihnen damit heftigste Kopfschmerzen bereitet, und es
ist jetzt an der Zeit, die Betreffenden dazu zu bewegen, Sie um das
Aspirin zu bitten. Nochmals, gebrauchen Sie Fragen wie „Was würde es
für Sie bedeuten, wenn ich für .......................sorgen könnte?“
Setzen Sie in die Lücke jetzt die Vorteile ein, die Ihr Angebot mit
sich bringen kann, und zwar zugeschnitten auf das, was Ihres Wissens
(anhand Ihrer Fragen) Ihr Interessent will, und schon haben Sie sie
soweit, mit der Bitte bei Ihnen Schlange zu stehen, Ihr Network Partner
zu werden!
Dieser Artikel stammt von Joshua Shafran. Joshua ist Trainer für Internet
und Network Marketing.